{"id":394,"date":"2022-12-06T12:12:21","date_gmt":"2022-12-06T12:12:21","guid":{"rendered":"http:\/\/dcgoe.de\/?p=394"},"modified":"2022-12-06T12:12:22","modified_gmt":"2022-12-06T12:12:22","slug":"sport-spass-und-spiel-beim-herrlichen-huettenwochenende-2022-des-goettinger-debattierclubs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dcgoe.de\/?p=394","title":{"rendered":"Sport, Spa\u00df und Spiel beim herrlichen H\u00fcttenwochenende 2022 des G\u00f6ttinger Debattierclubs"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eIch habe doch die ganze Zeit gesagt, dass ich kein Fascho bin! Und jetzt willst du mich trotzdem erschie\u00dfen?\u201c Bestimmt w\u00e4hnt sich bei diesem Ausruf der Verzweiflung der\/die ein oder andere bei einer diskursiven Begegnung in der ber\u00fcchtigten Roten Stra\u00dfe G\u00f6ttingens. Doch weit gefehlt! Es war das H\u00fcttenwochenende 2022 des G\u00f6ttinger Debattierclubs, das Herzen und Emotionen h\u00f6herschlagen lie\u00df und von dutzenden solcher spa\u00dfig-spielerischen Emp\u00f6rungsvorw\u00fcrfe begleitet wurde. Doch dazu sp\u00e4ter mehr. Denn beginnen soll dieser wehm\u00fctig-nostalgische, weder chronologische noch vollst\u00e4ndige R\u00fcckblick mit einer kurzen einordnenden Umschreibung der Gesamtsituation. Es war n\u00e4mlich das erste Mal (seit langer Zeit?), dass sich der beliebte Debattierclub aus G\u00f6ttingen selbst um die Veranstaltung einer Freizeitfahrt k\u00fcmmern musste und nicht von einer spendablen Stiftung in ihre luxuri\u00f6sen R\u00e4umlichkeiten eingeladen wurde. Entsprechend viel Last lag auf den starken Schultern unserer angehimmelten Pr\u00e4sidentin Hannah Bilgenroth, der nun die verantwortungsvolle Aufgabe zukam, eine sch\u00f6ne Bleibe f\u00fcr die gemeinsame Kennenlernzeit zu finden, die Anreise ebenso zu planen wie die Mahlzeiten. Und was soll man sagen? Das ausgesuchte Selbstversorgerhaus in der N\u00e4he der pulsierenden Kleinstadt Eschwege stellte sich als wie ma\u00dfgeschneidert f\u00fcr die G\u00f6ttinger Debattierfreunde heraus und wurde Zeuge eines wohl nie zuvor erlebten Gruppenzusammenhalts. Die entlegene Waldh\u00fctte aus den gesch\u00e4tzten 1930er Jahren bot n\u00e4mlich nicht nur eine Vielzahl, in spartanischem Schick eingerichteter, Mehrbettzimmer, sondern auch mehrere Gemeinschaftsr\u00e4ume, deren gro\u00dfelterliche Holzverkleidungen sofort f\u00fcr Gef\u00fchle entspannter Wohligkeit sorgten und genug Platz f\u00fcr allerlei Aktivit\u00e4ten boten. Auch das Koch- und Speisezimmer traf aufgrund seines Retro-Stils zweifellos den vorherrschenden Zeitgeist und Geschmack der hippen Angereisten.<br>Genutzt wurden diese diversen R\u00e4umlichkeiten prim\u00e4r, wie soll es bei einer Fahrt mit engen Freunden und Bekannten auch anders sein, f\u00fcr die Einnahme gemeinsamer Fr\u00fch-, Mittag- und Abendessen. In fair aufgeteilter Arbeitsteilung wurden herrlich-k\u00f6stliche Gerichte zubereitet, die einem jeden Feinschmecker sofort das Wasser im Munde zusammenlaufen lie\u00dfen. Insbesondere die Linsenbolognese s\u00fcdthail\u00e4ndischer Art wusste mit feinen R\u00f6staromen zu \u00fcberzeugen und erfreute K\u00f6ch:innen wie Restliche gleicherma\u00dfen. Aufgrund der genialen Planung unserer immer in weiser Voraussicht blickenden Pr\u00e4sidentin konnten sich die Teilnehmenden zudem dauerhaft \u00fcber die am Abend des ersten Tages angelieferte Pizza freuen, die als praktischer Zwischensnack fungierte und zumindest einen der Teilnehmenden vor b\u00f6sen Katererfahrungen rettete. Kein Wunder also, dass die Mitglieder des Debattierclubs das Wochenende mit durchschnittlich 2 Kilo mehr auf den Rippen verlie\u00dfen.<br>Wie es sich f\u00fcr einen hochkar\u00e4tigen und renommierten Debattierclub geh\u00f6rt, wurde selbstverst\u00e4ndlich auch ein signifikanter Teil der Wochenendtage darauf verwandt, die Teilnehmenden in ihrer Redekunst zu schulen. Nicht nur wurden sehr eingebungsreiche Workshops mit einem besonderen Fokus auf Argumentationsstrukturen angeboten, Teilnehmende konnten ihre Debattierf\u00e4higkeiten auch in den zahlreichen gleichsam spannenden wie geistreichen \u00dcbungsdebatten erproben, verbessern und den letzten Schliff verpassen. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle Ehrenmitglied S\u00f6ren, der mit seiner unvergleichlichen Expertise selbstlos die jungen Nachwuchstalente an die Zitze der Debattiereinsicht nahm und f\u00fcr deutliche Fortschritte bei allen Teilnehmenden sorgte. Hitzig, aber selbstverst\u00e4ndlich respektvoll und angemessen, wurde etwa dar\u00fcber debattiert, ob Geb\u00e4ude bei langem Leerstand Bed\u00fcrftigen kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt werden sollten, welche Vorteile eine Technokratie h\u00e4tte oder ob die Bundesregierung das Kinderkriegen aktiv bewerben sollte. Diese Diversit\u00e4t an Themen war es, die nicht nur gro\u00dfe Spannung in die Debatten brachte, sondern die Teilnehmenden in allen Belangen forderte.<br>Vielleicht noch mehr als das vielf\u00e4ltige Trainingsangebot wussten die frivolen Freizeitaktivit\u00e4ten zu \u00fcberzeugen, die trotz des \u00fcppigen Produktivprogramms nicht zu kurz kamen. W\u00e4hrend einige der Teilnehmenden freundliche Maultiere besuchten und sich die F\u00fc\u00dfe im nahegelegenen Wald vertraten, sa\u00dfen die anderen bei Schokolade und M\u00fcsliriegeln am Spieltisch und probierten sich bei verschiedensten Gesellschaftsspielen aus. Besondere Highlights stellten die vielen Runden von Secret Hitler, eines Werwolf \u00e4hnelndes Gesellschaftsspiels, dar. Mit wilden Diskussionen versuchten die Debattiermitglieder ihre eigene Haut zu retten und das andere Team (selbstredend nur spielerisch) auszuschalten. Dank einiger Flaschen Rotwein des Jahrgangs 2016 \u2013 hier lie\u00df es sich der Debattierclub G\u00f6ttingen noch nie lumpen \u2013 wurde die Spielzeit mit flammenden Reden und emotionalen Anschuldigungen gef\u00fcllt. Ein wahrlich gro\u00dfer Spa\u00df! An dieser Stelle sei auch besonderer Dank an die allseits verehrte Vizepr\u00e4sidentin des Debattierclubs, Iva Jahreis, zu richten, die mit ihrer Musikbox und tosender Tanzlaune den wichtigen Grundstein f\u00fcr eine gelungene Disconacht legte. Zwar hielten sich einige Mitglieder von der Tanzfl\u00e4che fern und debattierten lieber im kleinen Kreis aufregende gesellschaftliche Themen, doch wurde der auserkorene Clubraum f\u00fcr mehrere Stunde von partylaunigeren Teilnehmenden betanzt.<br>In Anbetracht dieser au\u00dferordentlich attraktiven Aktivit\u00e4ten und lehrreichen Stunden war es sodann kein Wunder, dass viele der Teilnehmenden bei der sonnt\u00e4gigen Abfahrt die ein oder andere Tr\u00e4ne verdr\u00fccken mussten. Zu intensiv, zu sch\u00f6n und ausgewogen war die gemeinsame Zeit im abgelegenen Selbstversorgerhaus. Doch trotz dieses Zur\u00fccklassens von Vielem bleibt eine Gewissheit: Auch im n\u00e4chsten Jahr wird es genug M\u00f6glichkeiten f\u00fcr gemeinsame Ausfl\u00fcge geben! Vielleicht bist du dabei?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch habe doch die ganze Zeit gesagt, dass ich kein Fascho bin! Und jetzt willst du mich trotzdem erschie\u00dfen?\u201c Bestimmt w\u00e4hnt sich bei diesem Ausruf der Verzweiflung der\/die ein oder andere bei einer diskursiven Begegnung in der ber\u00fcchtigten Roten Stra\u00dfe G\u00f6ttingens. Doch weit gefehlt! 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